December 23, 2016
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BE FRESH: Launch des Social-Media-Auftritt von Simon Kulzer / Dan John

Mit dem Titelgewinn der erst 18-jährigen Simon Kulzer und Dan John bei der deutschen U20 Meisterschaft ist schlagartig das öffentliche Interesse gestiegen. Die Zahl der Presseartikel und Fernsehinterviews sind deutlich gestiegen.

Adrenalin-Sportmanagement hat in Zusammenarbeit mit der Macromedia-Akademie einen umfassenden Social Media Auftritt gelauncht. Kern ist der neue Youtube-Kanal BE FRESH in dem wöchentlich zu den Themen Beachvolleyball Ernährung, Fitness, Regeneration, Events, Sport und Hot-Lifestyle interessante Clips gepostet werden. Ergänzt wird die Social-Media Strategie mit einer neuen Homepage und Postings auf Instagram. Facebook wird begleitend eingesetzt. Zusätzlich ist ein markantes Logo entworfen worden, dass die Wiedererkennung und die Identität des Teams deutlich erhöht.

In Zukunft sollen damit zwei Effekte genutzt werden:

  1. Die Follower  werden enger an das Beachteam-Befresh gebunden und bekommen regelmäßig interessante Einblicke, Tipps und Wissen vermittelt.
  2. Sponsoren bekommen Zugriff auf diese Zielgruppe und können ihre Produkte in einem sportaffinen und von modernen Lifestyle geprägten Umfeld präsentieren.

Wir danken allen Supportern, die uns bei der Umsetzung unserer Ideen geholfen haben und freuen uns auf viele ‘Likes’ und ‘Clicks’

 

 

June 16, 2015
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Anforderungen an moderne Führungskonzepte

„Affen seid ihr! Das seid ihr!“

Um Unternehmen weiterzuentwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen wird im modernen Management gerne der Vergleich mit Mannschaftssportarten bemüht. Hier funktionieren insbesondere die Trainer und die Spieler als Team und erreichen gemeinsam das Ziel.

Doch der Transfer dieser Strukturen auf die Unternehmen ist schwierig. Die Ereignisse beim VfB Stuttgart am Ende der Saison 2014/2015 belegen dies deutlich. Während einer Ansprache an sein Team wählte Huub Stevens die oben genannte Worte und wandte sich demonstrativ von den Spielern ab. Die Ergebnisse sind bekannt: Die Aussage blieb für Huub Stevens ohne Folgen, sein Team gewann am darauffolgenden Spieltag das wichtige Spiel gegen den HSV und sicherte sich schließlich den Klassenerhalt.

Man stelle sich nun einen Top-Manager vor, der ähnlich agiert hätte und gefilmt worden wäre. Für den Manager gelten andere Gesetze. Niemand würde ihm zur Seite springen, darauf verweisen, dass er unter enormen Druck steht und bisher immer tadelig agiert hat. Die Compliance-Guidelines, der öffentliche Druck hätte höchstwahrscheinlich seine Entlassung zur Folge. Dem Manager wird öffentlichkeitswirksam für seine Arbeit gedankt und die notwendigen Konsequenzen begründet.

Eine Analyse zeigt, dass Huub Stevens nicht nur sein Ziel erreicht hat, sondern auch viele wichtige Führungseigenschaften besitzt sowie als Führungskraft richtig agiert hat.

Prozesskompetenz:
Huub Stevens ist Dank seiner langjährigen Erfahrung und seiner vielen Erfolge eine unumstrittene Autorität als Fussballtrainer. Er hat den VfB Stuttgart in der Saison 2013/2014 schon einmal vor dem Abstieg gerettet und übernahm im November 2014 die Mannschaft nach dem Rücktritt von Armin Veh erneut um sie aus den Abstiegsrängen zu führen. Dieses Vertrauen der Vereinsführung und der Nachweis, dass er mehrmals im Abstiegskampf erfolgreich war verleiht ihm eine natürlichen Autorität. Somit genießt er das uneingeschränkte Vertrauen der Spieler, Verantwortlichen und der Fans. Damit ist es möglich, neue Prozesse, andere Trainingsmethoden und Änderungen in der taktischen Ausrichtung umzusetzen ohne auf allzu großen Widerstand zu treffen.
Leistungsorientiert:
Um eine verschworene Einheit aus den Spielern bilden zu können, ist es wichtig, dass der Trainer nach Leistungsaspekten die Mannschaft zusammenstellt. Gleichzeitig hat aber Huub Stevens bei seiner Aufstellung sehr fein zwischen dem Fehler und dem Engagement eines Spielers unterschieden. Dadurch bilden sich stabile Strukturen innerhalb des Teams und jeder Spieler des Kaders ist bereit volles Engagement zu zeigen.
Flexibilität und Diversity: Huub Stevens hat es geschafft, seine Mannschaft auf die unterschiedlichen Gegner einzustellen, die Individualität des einzelnen richtig einzusetzen und dabei aber immer aus elf Spielern ein Team zu formen.
Glaubhaftigkeit:
Das Trainerteam lebte die Geschlossenheit vor und gab der Mannschaft keine Möglichkeit sich hinter Ausreden zu verstecken. Zudem blieb Huub Stevens seiner Spiel-Philosophie treu und legte Wert auf eine stabile Defensive.
Flache Hierarchie:
Obwohl der Trainer des VfB Stuttgarts eine hohe Autorität besitzt, hat er bei allen seinen Trainerstationen immer den Kontakt zum Mannschaftsrat gesucht, sich die Meinung der Spieler angehört und versucht seine Ideen mit der der Mannschaft zu synchronisieren.
Wertschätzung:
Es Bedarf keiner Diskussion, dass der Trainer mit seiner Ansprache und dem in der Headline genannten Ausspruch über das Ziel hinausgeschossen ist. Entscheiden für die weitere Zusammenarbeit aber ist, dass sich der Trainer öffentlich für seine Aussage entschuldigt hat und sowohl die Mannschaft als auch der Trainer am nächsten Spieltag dies in eine positive Motivation und Spass umgesetzt haben.
Medienpräsenz:
Ein wichtiger Baustein ist die Medienarbeit von Huub Stevens. Seine öffentliche Präsenz und seine klaren Statements sorgen dafür, dass eine klare Marschrute vorgeben wurde. Bestimmte Themen, die die Mannschaft belasten würden, wie zum Beispiel die Nachfolgediskussion um ihn, wurden in Interviews konsequent nicht beantwortet. Auf diversen Pressekonferenzen, speziell bei Niederlagen, stellt er sich vor sein Team und verteidigt den eingeschlagenen Weg.

Für erfolgreiche Führungskräfte bedeutet dies folgendes:
Neben den Leistungsaspekten ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ihre individuellen Ziele verwirklichen können. Diese müssen nicht unbedingt mit den Unternehmenszielen übereinstimmen. Die Flexibilität bei der individuellen Zeiteinteilung ist beispielsweise ein wichtiger Baustein um eine work-life-balance der Mitarbeiter zu verwirklichen. Diversity kann bereichernd sein, wenn die Führungsstrukturen beweglich sind und bei wichtigen Einstellungsmerkmales Konsens besteht. Die Führungskraft ist hierbei gefordert die richtige Balance zu finden.

Innovationen werden laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums und der Initiative für Qualität der Arbeit“ in Zukunft über selbst organisierende Netzwerke entstehen. Dies erfordert von den Führungskräften ein Vertrauen in die Mitarbeiter und eine flache Hierarchieebene. So können geeignete Methoden situativ besser adaptiert und auf Veränderungen und Anpassungsprozesse schneller reagiert werden. Trotz der Fach- und Methodenkompetenz der Führungskräfte wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, alle Abläufe zu kontrollieren und mögliche zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. Die Prozessorientierung wird deshalb wichtiger als die Zielorientierung.

Durch die Komplexität und Schnelligkeit der Branchendynamik wird es schwieriger die optimale Entscheidungen zu treffen. In Zukunft werden zunehmend Entscheidungen unter Unsicherheit und Zeitdruck getroffen werden müssen. Deswegen brauchen Teams eine Fehlertoleranz und Mut muss belohnt wird. Hier besteht großes Adaptionspotential aus dem Sport. Im Sport werden jede Woche immer wieder neue Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen, Risiko eingegangen und Neues ausprobiert, sei es in der Formel 1 bei der Strategie der Reifenwahl und des Boxenstopps, im Skisport bei der Wahl der Ski und des Wachses oder in Mannschaftssportarten bei der Aufstellung. Nach dem Wettkampf erfolgt eine Fehleranalyse und die nötigen Verbesserungen.
Führungskräfte müssen dem Team einen geschützten Rahmen bieten, in dem sich die Anstrengungen auf das Ziel konzentrieren. Die Fehleranalyse können intern deutlich ausfallen, aber nach außen muss die Führungskraft sein Team verteidigen. Nur so entwickelt sich eine Vertrauensbasis die produktiv, effizient und erfolgversprechend ist. Zudem darf der Spass nicht zu kurz kommen und bei Zielerreichung darf auch gefeiert werden. Auch dies kommt meist zu kurz.